Hallen-DM, 2. Tag: Luzolo Weitsprung-Zweite – Dritte Plätze für Biederbick und Tortell
  24.02.2020 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Am zweiten DM-Tag schraubte HLV die Anzahl seiner Podestplätze bei den 67. Hallenmeisterschaften auf fünf. Für das beste Ergebnis verantwortlich zeichnete Weitspringerin Maryse Luzolo mit 6,44 Metern auf Platz zwei. Die Mittelstreckler Dennis Biederbick (800 Meter) und Marc Tortell (1.500 Meter) wurden in ihren Disziplinen jeweils Dritter. Dazu kamen wie am ersten Tag drei weitere Endkampfplatzierungen

Am zweiten Wettkampftag schraubte der Hessische Leichtathletik-Verband (HLV) die Anzahl seiner Podestplätze bei den 67. Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig auf fünf. Für das beste Ergebnis verantwortlich zeichnete Weitspringerin Maryse Luzolo mit 6,44 Metern auf Platz zwei. Die Mittelstreckler Dennis Biederbick (800 Meter) und Marc Tortell (1.500 Meter) wurden in ihren Disziplinen jeweils Dritter. Dazu kamen noch vier weitere Endkampfplatzierungen (1-8), insgesamt deren sieben. Hier der Spielfilm von Disziplin zu Disziplin:

Männer

800 Meter

An der Spitze ließ der Favorit Robert Farken (SC DHfK Leipzig) nichts anbrennen und zog auf der zweiten Streckenhälfte davon. Seine Zeit im Ziel: 1:50,39 Minuten. Dahinter beharkten sich Julius Lawnik von der LG Braunschweig sowie die beiden Hessen Dennis Bidederbick (LG Eintracht Frankfurt) und Christian von Eitzen (Athletics Team Karben) um die weiteren Plätze. Lawnik wurde am Ende Zweiter in 1:51,38 Minuten, nur eine Hundertstelsekunde dahinter folgte Biederbick (1:51,39), für von Eitzen blieb Rang vier in 1:51,81 Minuten. „Als Robert das Tempo verschärfte und Julius als Erster hinterherging, war ich kurz eingeschlossen. Aber ich habe bis zum Schluss alles gegeben.“

Biederbicks Hallensaison hatte zwei Gesichter. „Die Zeiten hätten schneller sein können, aber wie ich in den Rennen reagiert und mich präsentiert habe, damit war ich voll zufrieden.“ Im Sommer soll der nächste Schritt folgen. Auch die Konstanz soll besser werden. Die Voraussetzungen dafür sieht er gegeben. Im Januar 2019 musste er seinen Laufstil nach anhaltenden Problemen in linken Oberschenkelbeuger komplett umstellen. „Ich musste praktisch neu laufen lernen. Deshalb konnte ich im letzten Sommer auch nicht mein volles Leistungsvermögen abrufen. Aber mittlerweile kann ich schon wieder ganz andere Belastungen im Training gehen“, erklärte Biederbick.

 

1.500 Meter

Es waren noch etwa 650 Meter zu laufen, da warf Viktor Kuk von der LG Braunschweig seinen Kontrahenten den Fehdehandschuh hin und ergriff die Flucht nach vorne. Danach waren die Favoriten gefordert die Lücken zuzulaufen. Das gelang ihnen auch und es kam zum Königssprint auf den letzten 100 Metern. Die schnellsten Beine hatte Timo Benitz (LG farbtex Nordschwarzwald; 3:55,66 Minuten). Auf Platz zwei folgte Marius Probst vom TV Wattenscheid (3:56,14). Dann schon kam der Hesse Marc Tortell vom Athletics Team Karben (3:56,43). „Ich habe alles auf den Spurt gesetzt und der Plan ging auf“, so Tortell. Dabei stand es um sein Selbstvertrauen nach zwei schwächeren Rennen zuletzt nicht zum Besten. „Nach einem guten Start in die Saison habe ich es Training danach etwas etwas übertrieben. Aber ich habe die Kurve wieder gekriegt“, so Tortell. Nach Abschluss seines Studiums in International Business ist er zurzeit in der Lage den Fokus auf den Sport zu richten. Im April wird er ein zweites Studium aufnehmen (Kommunikationsdesign). Sportlich geht es zunächst am 7. März mit der Cross-WM der Studenten weiter. Und im Sommer soll es in Richtung 3:38 Minuten und der EM in Paris gehen.

Hinter dem Dresdner Karl Bebendorf (3:56,53) kam Lukas Abele vom SSC Hanau-Rodenbach als Fünfter und nach 3:56,74 Minuten ins Ziel.

 

Hochsprung

Hier setzte sich der Favorit Mateusz Przybylko vom TSV Bayer 04 Leverkusen mit übersprungenen 2,23 Metern  durch. Der Frankfurter Mehrkämpfer Philipp Heckmann egalisierte seine persönliche Bestleistung von 2,10 Metern und belegte in der Endabrechnung Platz fünf.

 

Stabhochsprung

Auch hier kommt der Sieger aus Leverkusen: Bo Kanda Lita Baehre verteidigte seinen Titel mit übersprungenen 5,70 Metern. Gordon Porsch von der LG Eintracht hätte gern mehr als nur einen gültigen Sprung gezeigt. Mit 5,20 Metern belegte der Hesse am Ende Platz acht.

 

Frauen

Weitsprung

Im sechsten und letzten Durchgang flog Maryse Luzolo vom Königsteiner LV auf ihre Tagesbestweite von 6,44 Meter. Das bedeutete in der Endabrechnung Platz zwei hinter der amtierenden Weltmeisterin Malaika Mihambo von der LG Kurpfalz (6,77 Meter) und vor Merle Homeier (LG Göttingen; 6,41). Für Luzolo war es die erste DM-Teilnahme seit 2017. Im Sommer dieses Jahres folgte ein verheerender Trainingsunfall. Ob sie Leistungssportkarriere würde fortsetzen können, stand in dden Sternen. Doch mit viel Geduld und der entsprechenden Unterstützung in ihrem Umfeld kämpfte sich Maryse Luzolo zurück. „Daher bin ich einfach nur erleichtert und glücklich darüber, wie der Wettkampf gelaufen ist.“ Wichtig war für die Königsteinerin, dass sie ihren Anlauf im Griff und schnell bis zum Brett durchlief. Noch aufgeregter als sonst war Maryse Luzolo auch. „Die anderen Springerinnen mussten mich immer wieder beruhigen daran erinnern, das Atmen nicht zu vergessen.“

Nathalie Buschung von der LG Eintracht Frankfurt (6,04 Meter) und Carolin Klupsch (SSC Vellmar; 5,58) kamen nicht in den Endkampf und belegten am Ende die Ränge elf und 13.